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Warum ist Entspannung wichtig?
Menschen, die unter psychischen Beschwerden leiden oder sich in einer akuten Krise befinden, sind häufig belastet und angespannt. Jede Belastung kann das Stresslevel weiter erhöhen - zum Beispiel Konflikte, Schicksalsschläge wie Krankheit oder Tod, Druck auf der Arbeit oder alltägliche Probleme. Irgendwann können diese Belastungen sprichwörtlich das Fass zum Überlaufen bringen. Folgen davon können etwa Angstattacken, Stimmungseinbrüche, Rückzugsverhalten und Überforderung im Alltag sein. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, frühzeitig etwas Druck rauszunehmen.
Welche Entspannungsverfahren gibt es?
Es gibt verschiedene Wege, um das Stresslevel zu senken und mit der Belastung umzugehen. Jeder Mensch macht im Alltag ganz automatisch Dinge, die ihn entspannen. Manchen Menschen hilft als Entspannungstechnik zum Beispiel Yoga oder Pilates. Andere fühlen sich entspannt, indem sie sich ablenken und zum Beispiel ein Rätsel lösen. Auch Zeit im Grünen zu verbringen und die Umgebung in sich aufzunehmen oder ruhige Musik zu hören kann zur Entspannung beitragen. Sportliche Aktivitäten und Hobbys wie Lesen helfen ebenfalls, mit Belastungssituationen umzugehen.
Neben der Entspannung im Alltag gibt es auch spezielle Entspannungstrainings, die man aktiv erlernen kann. Dazu gehören etwa Atemübungen, Fantasiereisen oder die Progressive Muskelrelaxation (PMR). Ein Beispiel für eine PMR-Übung finden Sie weiter unten auf dieser Seite. All diese Verfahren werden im therapeutischen Bereich vermittelt und geübt, so auch bei Vitos.
Krankenkassen erstatten unter bestimmten Bedingungen einen Teil oder sogar die gesamten Kosten für Entspannungstrainings. Darüber hinaus sind viele Apps oder Onlineprogramme im Bereich Entspannung erstattungsfähig. Genauere Informationen finden sich bei der jeweiligen Krankenkasse (Website oder Hotline).
Wie zeigt sich Entspannung?
Entspannung wirkt sich auch auf den Körper aus. Der Herzschlag verlangsamt sich, die Gefäße erweitern sich, Gehirnaktivität verändert sich und die Atmung wird ruhiger. Die entspannenden Aktivitäten haben einen Einfluss auf die physiologische Reaktion des Körpers und dadurch auch auf die Gesundheit.
Übung: Progressive Muskelrelaxation (PMR)
Die PMR-Übung wird im Liegen durchgeführt. Bevor Sie anfangen, legen Sie am besten eine Matte und ein Kissen oder eine Decke bereit.
Hinweis: Bei den Krankheitsbildern Schizophrenie, posttraumatische Belastungsstörung und Panikstörung kann es bei der Übung zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Betroffene sollten die Übung nur im Rahmen einer fachlichen Begleitung durchführen.
Achten Sie auf Ihr persönliches Empfinden und unterbrechen Sie die Übung bei Bedarf.
Autor: Vitos Rheingau, 2025
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