Leichte Sprache

Intelligenz-Minderung

Ähnliche Sachen: Lern-Schwierigkeiten, Intelligenz-Störung

 

 

Intelligenz-Minderung heißt:

Die geistigen Fähigkeiten von einem Menschen

sind nicht richtig entwickelt.

Oder die Fähigkeiten entwickeln sich sehr spät.

 

Die Menschen haben dann Einschränkungen:

  • Beim Denken und Wahrnehmen.
     
  • Beim Sprechen.
     
  • Beim Bewegen.
     
  • Beim Umgang mit anderen Menschen.
  
Allgemeines

Das ist eine Intelligenz-Minderung

 

Intelligenz-Minderung bedeutet:

Menschen sind nicht so klug wie andere Menschen.

Oder Menschen lernen Sachen später als andere Menschen.

Zum Beispiel:

  • Beim Sprechen.
     
  • Beim Bewegen.
     
  • Beim Umgang mit anderen Menschen.
     
  • Beim Denken und Wahrnehmen.

 

Die Intelligenz-Minderung kann stärker oder weniger stark sein.

Manche Menschen mit Intelligenz-Minderung können alleine leben.

Sie können arbeiten.

Sie können mit anderen Menschen umgehen.

 

Menschen mit einer starken Intelligenz-Minderung

können vielleicht nicht alleine leben ohne Hilfe.

Manche Betroffene brauchen für alle Sachen Hilfe.

 

Es gibt viele Gründe für die Intelligenz-Minderung:

  • Die Intelligenz-Minderung ist vererbt.
    Die Intelligenz-Minderung ist dann genetisch.
     
  • Es gab Probleme bei der Schwangerschaft oder bei der Geburt.
     
  • Die Intelligenz-Minderung ist wegen einer Krankheit.

 

Die Intelligenz-Minderung wird meist bemerkt:

Wenn die Betroffenen noch Kinder sind.

Die Betroffenen lernen Sachen nicht so schnell

wie andere Kinder.  

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überlegen

 

 

 

 

Diese Intelligenz-Minderungen gibt es

 

Es gibt 4 verschiedene Grade von der Intelligenz-Minderung.

Sie können hier Erklärungen zu den verschiedenen Arten lesen.

 

 

 

 

Leichte Intelligenz-Minderung

 

Betroffene können ihr Leben selbstständig führen.

Sie können sich selbst versorgen.

Sie können arbeiten.

Und die Betroffenen nehmen am sozialen Leben teil.

 

Die Betroffenen sind oft nicht gut in der Schule.

Und die Betroffenen haben oft eine Arbeit:

Bei der man praktisch arbeitet.

Zum Beispiel im Handwerk.

 

Die Menschen mit der leichten Intelligenz-Minderung

haben oft Probleme beim Sprechen und Verstehen:

Von schwierigen Sachen.

Sie lernen viele Sachen später als andere Menschen.  

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maler

 

Der Intelligenz-Quotient ist niedrig bei den Betroffenen.

Die Abkürzung für Intelligenz-Quotient ist IQ.

So spricht man das: ih kuh.

Wenn der IQ sehr hoch ist:

Sind die Menschen sehr klug.

Sie können am Ende vom Text mehr lesen über den IQ.

 

Die Betroffenen haben einen IQ zwischen 50 und 69.

Das bedeutet:

Die Betroffenen sind ungefähr

wie Kinder zwischen 9 Jahren und 12 Jahren.

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Fragebogen

 

 

 

 

Mittelgradige Intelligenz-Minderung 
oder mittlere Intelligenz-Minderung

 

Die Betroffenen haben als Kinder Sachen sehr spät gelernt.

Viele Betroffene können fast normal sprechen.

Viele Betroffene können viele Sachen machen.

Die Betroffenen brauchen oft Hilfe.

Zum Beispiel beim Arbeiten oder beim Wohnen.

 

Die Betroffenen haben einen IQ zwichen 35 und 49.

Das bedeutet:

Die Betroffenen sind ungefähr

wie Kinder zwischen 6 Jahren und 9 Jahren.

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Kommunikation

 

 

 

 

Schwere Intelligenz-Minderung

 

Die Betroffenen können nicht gut sprechen.

Die Betroffenen können auch viele Sachen nicht gut.

Die Betroffenen können darum nicht alleine leben.

Sie brauchen viel Hilfe.

 

Die Betroffenen haben einen IQ zwischen 20 und 34.

Das bedeutet:

Die Betroffenen sind ungefähr

wie Kinder zwischen 3 Jahren und 6 Jahren.

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Gruppe

 

 

 

 

Schwerste Intelligenz-Minderung

 

Die Betroffenen sind körperlich sehr eingeschränkt.

Die Betroffenen können oft nicht sprechen.

Die Betroffenen können kaum etwas alleine.

Die Betroffenen können kaum sagen:

Was sie brauchen.

Die Betroffenen müssen darum betreut werden.

 

Die Betroffenen haben einen IQ unter 20.

Das bedeutet:

Die Betroffenen sind ungefähr

wie Kinder unter 3 Jahren.  

 

 

 

 

So erkennt man eine Intelligenz-Minderung

 

Die Anzeichen von Intelligenz-Minderung werden stärker:

Wenn der IQ niedriger wird.

 

Viele Betroffenen können nicht richtig sprechen

und Sachen nicht gut verstehen.

 

Diese Sachen können viele Betroffene nicht oder nicht gut:

  • Sich orientieren.
     
  • Sachen planen.
     
  • Lernen.
     
  • Erinnern.
     
  • Sich Sachen vorstellen.

Viele Betroffene können darum nicht selbstständig leben.

 

Viele Betroffene können viele Sachen nicht.

Die Betroffenen können darum bei vielen Sachen nicht mitmachen.

Viele Menschen mit Intelligenz-Minderung haben auch wenig Lust:

Sachen zu machen.

Man sagt auch:

Die Betroffenen sind passiv.

Und die Betroffen werden schnell ungeduldig oder wütend:

Wenn sie Sachen nicht können.

Das heißt in schwerer Sprache:

Die Betroffenen haben eine niedrige Frustrations-Toleranz.

 

Manche Betroffene können auch nicht gut umgehen mit Gefühlen.

Sie sind zum Beispiel aggressiv.

Oder sie können sich nicht beherrschen.

Betroffene verhalten sich manchmal nicht wie andere Leute.

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Klassenraum

 

 

 

 

So erkennen Ärzte eine Intelligenz-Minderung

 

Die Intelligenz-Minderung wird meistens schon bei Kindern bemerkt:

Weil die Kinder viele Sachen nicht können.

 

Die Betroffenen können dann auch einen Test machen für den IQ.

Der Intelligenz-Test kann sagen:

Wie hoch der IQ ist.  

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Untersuchung

 

Die Ärzte sprechen auch mit der Familie.

Die Ärzte versuchen festzustellen:

Ob es Gründe für die Intelligenz-Minderung gibt.

Zum Beispiel:

  • Gab es Probleme bei der Schwangerschaft.
     
  • Gab es Probleme bei der Geburt.

 

Es werden auch noch andere Untersuchungen gemacht.

Die Ärzte stellen dann fest:

Ob die Betroffenen keine anderen Krankheiten haben.

Zum Beispiel eine Demenz.  

 

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Tomografie

 

 

 

So können Sie bei Ihrer Behandlung helfen

 

Intelligenz-Minderung kann nicht geheilt werden.

Es gibt aber viele Hilfen:

Damit die Betroffenen gut leben können.

Zum Beispiel:

 

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Kind auf Schoß
  • Physio-Therapie.
     
  • Sozial-Therapie.
    Die Sozial-Therapie hilft:
    Damit die Betroffenen
    besser mit anderen Menschen umgehen können.
     
  • Gespräche über die Situation.
     
  • Die Möglichkeit:
    Neue Sachen zu lernen
    oder zu arbeiten.
    Zum Beispiel in einer Werkstatt.  

 

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Werkstatt

 

 

 

So können die Familie und Freunde helfen

 

Viele Menschen mit Intelligenz-Minderung brauchen Hilfe.

Diese Hilfe wird das ganze Leben lang gebraucht.

Die Familie ist dafür eine wichtige Unterstützung.

 

Diese Unterstützung kann sehr anstrengend sein.

Es ist darum wichtig:

Dass die Angehörigen auch an sich selbst denken.

Die Angehörigen müssen auch an ihre eigene Gesundheit

und an ihre Bedürfnisse denken.

Sie können auch Hilfe bekommen im Curamenta-Forum.

Sie können hier klicken:

Für mehr Infos über Unterstützung von Angehörigen.  

 

 

 

 

Intelligenz-Minderung kann man nicht heilen

 

Intelligenz-Minderung ist nicht heilbar.

Die Betroffenen können aber lernen:

Trotzdem ein gutes Leben zu führen.

Die Betroffenen können lernen:

Was zu ihrem Grad der Intelligenz-Minderung passt.

Viele Betroffene können Sachen gut lernen:

Wenn sie gute Hilfen bekommen.

Die Betroffenen können dann manche Sachen alleine machen.

 

Die Intelligenz-Minderung geht aber nicht weg.

Die Behandlung hilft aber:

Dass die Betroffenen so selbstständig werden wie möglich.  

 

 

 

 

Eine geistige Behinderung ist das gleiche wie eine Intelligenz-Minderung

 

Intelligenz-Minderung und geistige Behinderung

sind fast das gleiche.

Intelligenz-Minderung ist aber wissenschaftlicher.

 

 

 

 

Das sind Ursachen für Intelligenz-Minderungen

 

Es gibt viele verschiedene Gründe für Intelligenz-Minderungen.

Oft wird die Krankheit durch einen Gen-Defekt hervorgerufen.

Oder es gab Probleme bei der Geburt oder der Schwangerschaft.

Es ist sehr schlecht:

Wenn schwangere Frauen Drogen nehmen oder Alkohol trinken.

Oder wenn die schwangeren Frauen Medikamente nehmen:

Die nicht für Schwangere geeignet sind.

 

Oft kann man aber nicht sagen:

Woher die Intelligenz-Minderung kommt.  

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schwangere

 

 

 

 

Die Vererbung von Intelligenz-Minderung

 

Die Menschen haben früher gedacht:

Die Intelligenz-Minderung wird von den Eltern vererbt.

Das passiert aber nur sehr selten.

Es gibt aber Gen-Defekte.

Bei Gen-Defekten sind die Babys schon vor der Geburt verändert.

Die Veränderung ist von Anfang an da.

 

Die Veränderung kann bei allen Schwangerschaften passieren.

Die meisten Eltern mit einem Kind mit Intelligenz-Minderung

haben kein größeres Risiko:

Wenn sie noch mehr Kinder haben.  

 

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Ultraschall

 

 

 

Der IQ von Menschen mit Intelligenz-Minderung

 

Intelligenz bedeutet vor allem:

  • Menschen können neue Dinge lernen.
     
  • Menschen können sich Sachen gut merken.
     
  • Und Menschen können gut umgehen mit neuen Situationen.

 

Intelligenz kann man messen mit einem besonderen Test.

Der Test heißt Intelligenz-Test.

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Kopf mit Gehirn

 

Nach dem Test kennt man den Intelligenz-Quotient.

Der Intelligenz-Quotient ist eine Zahl.

Die Abkürzung für Intelligenz-Quotient ist IQ.

So spricht man das: ih kuh.

 

Ein sehr kluger Mensch hat eine hohe Zahl beim IQ.

Zum Beispiel 130.

 

Ein normaler IQ ist zwischen 85 und 115.  

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Test machen

 

Wenn Menschen einen IQ haben zwischen 70 und 85

haben sie eine Lern-Behinderung.

 

Wenn Menschen einen IQ haben unter 70 sagt man:

Die Menschen haben eine Intelligenz-Minderung.

Es gibt 4 verschiedene Grade von der Intelligenz-Minderung:

  • Leicht:
    IQ von 69 bis 50
     
  • Mittelgradig:
    IQ von 35 bis 49
     
  • Schwer:
    IQ von 20 bis 34
     
  • Schwerste Intelligenz-Minderung:
    IQ unter 20
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Lupe mit Zahlen

 

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  

Dieser Text ist oft in männlicher Sprache geschrieben.

Wir machen das so:

Damit man den Text besser lesen kann.

Zum Beispiel steht im Text nur das Wort Arzt.

Das Wort Ärztin steht nicht im Text.

Ärzte können aber auch Frauen sein.

Und alle anderen Menschen.

Wir wollen mit dieser Sprache niemanden verletzten.

Uns sind alle Geschlechter gleich wichtig.

 

Hier kommen Sie zu der Karte mit den Trägerstandorten.

Behandlungs-Möglichkeiten

Behandlungs-Formen

Es gibt viele Arten von Behandlungs-Formen

für psychiatrische Behandlung und psychosomatische Behandlung.

 

So spricht man psychiatrisch: psü schi a trisch

Bei psychiatrischen Behandlungen werden

Menschen von einem Arzt für Psychiatrie behandelt.

Der Psychiater behandelt:

  • Störungen von den Gefühlen.
     
  • Störungen vom Denken.
     
  • Störungen von den Stimmungen.
     
  • Verhalten:
    Das den Menschen schadet.

 

So spricht man psycho-somatisch: psü scho so ma tisch

Psycho-Somatisch bedeutet:

Ein Mensch ist krank.

Die Ursachen von einer Krankheit sind nicht nur körperlich.

Oder die Ursachen sind gar nicht körperlich.

Der Körper leidet unter der Krankheit.

Soma ist ein griechisches Wort für Körper.

 

Die Ursachen von der Krankheit sind psychisch.

Oder ein Teil von den Ursachen ist psychisch.

   

Therapie-Formen

Es gibt viele Arten von Behandlungen

für psychische Erkrankungen und psycho-somatische Erkrankungen.

 

So spricht man psychisch: psü schisch

Psyche meint alle Sachen:

Die ein Mensch denkt und fühlt.

Psyche ist ein griechisches Wort für Seele.

Manche Menschen sagen auch Seele zur Psyche.

 

So spricht man psycho-somatisch: psü scho so ma tisch

Psycho-Somatisch bedeutet:

Ein Mensch ist krank.

Die Ursachen von einer Krankheit sind nicht nur körperlich.

Oder die Ursachen sind gar nicht körperlich.

Der Körper leidet unter der Krankheit.

Soma ist ein griechisches Wort für Körper.

Die Ursachen von der Krankheit sind psychisch.

Oder ein Teil von den Ursachen ist psychisch.  

   

Psycho-Edukation

Psycho-Edukation spricht man so: psü scho eh du ka zion.

 

Psycho-Edukation bedeutet:

Menschen lernen viele Sachen über psychische Krankheiten.

Psyche meint alle Sachen:

Die ein Mensch denkt und fühlt.

Psyche ist ein griechisches Wort für Seele.

Manche Menschen sagen auch Seele zur Psyche.

 

Dieses Wissen ist wichtig:

Damit psychische Krankheiten gut behandelt werden können.

   

Behandlung mit Medikamenten für psychische Krankheiten

Psychische Krankheiten werden oft mit Medikamenten behandelt.

Die Medikamente wirken im Gehirn.

Die Medikamente helfen so:

Wenn Menschen sich schlecht fühlen.

 

Diese Art Medikamente heißen Psycho-Pharmaka.

So spricht man das: psü scho farma ka.

 

Die Psycho-Pharmaka gehören zur psychiatrischen Behandlung.

So spricht man psychiatrisch: psü schi a trisch

Bei psychiatrischen Behandlungen werden

Menschen von einem Arzt für Psychiatrie behandelt.

Der Psychiater behandelt:

  • Störungen von den Gefühlen.
     
  • Störungen vom Denken.
     
  • Störungen von der Stimmung.
     
  • Verhalten:
    Das den Menschen schadet.
   
Häufige Fragen
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